Montag, 24. November 2014

Sun und Moon oder Die Geschichte von der Sonne und dem Mond

Ich würde mich sehr über eure Meinung dazu freuen. Ich bin offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge!

Meine Inspiration:
Tell me the story 
of how the sun 
loved the moon so much, 
he died every night
to let her breathe.

Meine Geschichte:
Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sun und Moon.
Welche sich lieben seit vielen Jahren nun.
Sie sind verschieden wie Tag und Nacht
und beide geben auf einander acht.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sun ist böse
und zerstört alles mit viel Getöse
Moon ist gut.
Sie ist ruhig und hat nicht so viel Mut.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen
Sie fühlen sich als könnten sie schweben.
Zu der Zeit von der wir reden,
gibt es weder Licht noch Dunkelheit
und überall im Land herrscht Traurigkeit.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Nur Sun und Moon strahlen hell und rot,
weshalb der böse König es verbot.
Hoffnung und Freude keimte in den Leuten
so kam es das sie ihre Traurigkeit bereuten.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Aus diesem Grund hatte der König ein Gesetz erlassen
daraufhin musste Sun seine Moon verlassen.
Er musste an den Rand des Königreiches gehen
und durfte Moon nie wieder sehen.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Beide waren so voller Traurigkeit
dass sie beschlossen es war Zeit.
Der König musste dieses Gesetz aufheben
um die Last der Trauer von ihnen zu nehmen.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Mit sanften Worten versuchte es Moon
seit vielen Wochen nun.
Aber der König ließ sich nicht erweichen
und so musste sie aus dem Schloss weichen.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sun war anders und kam mit einem Heer
aber auch das brachte nicht viel mehr.
Der König verurteilte fast alle zum Tod.
Die Strafe ist grausam die Sun deshalb droht.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sun wird hinter die Grenzen des Königreiches verbannt.
Dort ist alles Leben seit langer Zeit verbrand.
Die Trauer der beiden wurde noch viel größer
Und der König wurde immer böser.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Und so wurde ein weiteres Gesetz erlassen.
Jeder der anders war musste das Königreich sofort verlassen.
Aus Angst vor den grausamen Strafen
legte sich das Volk zum schlafen.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Es vergehen Wochen doch niemand erwacht.
Dunkel war diese grauenvolle Nacht.
Nur Sun und Moon starrten in die immerwährende Dunkelheit.
Ihre Herzen gefüllt mit tiefer Traurigkeit.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Von überallher kommen Tiere und Leute
um sich zu holen die leichte Beute.
Das Volk des Königs wurde immer kleiner
Särge wurden gebaut von einem einzigen Schreiner.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sun und Moon halten den Schmerz und die Trauer
nicht aus, auf Dauer.
Und so fasste jeder von ihnen einen Entschluss
sie wollten sterben durch einen Schuss.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Ein letztes funkeln, ein letztes strahlen,
dann beendeten sie die Qualen.
Zwei Schüsse und dann vorbei
die zwei Herzen brachen entzwei.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Ein Aufschrei ging durch die erwachende Menge.
Der böse König kam herbei und zwängte sich durch das Gedränge.
Über den Menschen strahlte es hell.
Sie mussten blinzeln es war so schrecklich grell.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Ein roter Ring, davor ein schwarzer Kreis
für einen schrecklich hohen Preis.
Zwei Leben waren notwendig gewesen
Um die geheime Inschrift am Palast zu lesen.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
"Wenn die Liebe zweier Menschen, alle Hindernisse überlebt
auch wenn ihnen alles im Wege steht
und sie sterben zur selben Zeit an verschiedenen Orten
dann lauscht diesen Worten.
Es ist nun vollbracht
es werde Tag und Nacht."

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sie liebten sich mehr als ihr eigenes Leben
und genau dies mussten sie für ihre Liebe geben.
Sie sind getrennt und doch zusammen
Wie sie seit diesem Tag immer an unserem Himmel hangen.

Vor langer Zeit gab es einmal zwei Menschen.
Sun am Tag und Moon in der Nacht
geben auf alle Menschen acht.
Nur bei einer Finsternis kommen sie sich ganz nah
die Liebe zwischen ihnen ist aber immer da.





Freitag, 7. November 2014

Perfektion

Streben wir nicht alle einen gewissen Grad von Perfektion an. Egal ob in der Schule, beim Studium oder in der Arbeit, als Tochter oder Sohn, als Freund oder Freundin oder als Braut oder Bräutigam. Aber wieso?
Immer und immer wieder wird uns gesagt, dass niemand perfekt ist. Wieso geben wir uns dann trotzdem so viel Mühe etwas so unmögliches zu erreichen. Warum geben wir nicht auf und versuchen damit klar zukommen, dass wir eben nicht perfekt sind.
Wozu die Bemühungen, wenn doch alles von einen auf den anderen Moment wieder zerstört werden kann und dann die schmerzliche Enttäuschung an uns nagt.
Wieso versuchen Kinder, der perfekte Sohn oder die perfekte Tochter zu sein? Wenn es doch so offensichtlich unmöglich ist, weil man es den Eltern sowieso nie immer hundert prozentig recht machen kann?!
Weshalb träumen kleine Mädchen von dem perfekten Traumprinzen, der irgendwann auf einem großen weißen Pferd angeritten kommt um sie zu heiraten, wenn es doch so offensichtlich keinen perfekten Traumprinzen gibt und auch noch nie gegeben hat, außer in diesen total romantischen und kitschigen Romanen oder Filmen?!
Wieso muss die Hochzeit so perfekt sein? Warum muss die Braut das schönste und teuerste Kleid tragen? Sollte man nicht lieber glücklich damit sein was man hat und das Geld lieber für etwas anderes sparen?!
Warum versucht man eine perfekte Karriere zu haben, wenn einen das ganze doch bloß krank macht?
Und warum glauben die religiösen Menschen an einen perfekten Gott, ein perfektes Leben nach dem Tod und ein perfektes Paradies?!

Ehrlich gesagt, ich habe nicht die geringste Ahnung!
Meine Vermutung ist einfach. Wir versuchen auf unsere Weise perfekt zu sein, weil wir nicht anders können, weil wir Angst davor haben, dass wir andere enttäuschen können, weil wir Ängste nicht anders überwinden können! Natürlich ist es schöner einfach daran zu glauben, dass irgendwann der perfekte Mann kommt, es eine perfekte Hochzeit geben wird, das Paar ein perfektes Leben führen wird und dann nach dem Tod ein perfektes Leben in einem perfekten Paradies, an der Seite eines perfekten Gottes zu führen.

Aber das ist der einfache Weg! Viel schwerer ist es sich zu akzeptieren, sein unperfektes Ich zu akzeptieren und auch damit leben zu können.

Denn mal ganz ehrlich, so ein perfektes Leben wäre doch echt langweilig.
Oder?

Montag, 27. Oktober 2014

Wallflower

Siehst du sie dahinten an der Mauer stehen?
Sie sind so unvergleichlich schön!

Nein, du kannst sie wohl nicht betrachten.
Weil alle anderen lachten.

Du bist ein Teil dieses Theaterstücks.
Du bist dort nun schon seit Jahren und kehrst niemals zurück.

Du hast uns verlassen.
Und wir? Wir werden verblassen.

Wir stehen am Rande und sehen dir zu.
Aber dieser Mensch bist nicht wirklich du.

Du bist kaltherzig und nicht mehr ehrlich.
Deinem alten Ich kein bisschen mehr ähnlich.

Kannst du sie dort, allein und verlassen sehen?
Wir sind es, die Mauerblümchen, die da stehen.

So unvergleichlich


Siehst du dahinten, den Baum,
 so strahlend hell.
Er gleicht einer Rose,
einen Augenblick bevor sie erblüht.
Sie ist so zart und lieblich.
Und doch gleicht sie vielen anderen.
So wie der Baum.
Obwohl jeder auch etwas eigenes hat.

Dann gleicht er doch einem Vogel mehr.
Auf den ersten Blick sind sie doch gleich.
Auf einen weiteren doch anders.
Und wenn sie fliegen, sind sie so wunderschön und frei.
Aber frei?
Nein! Frei ist ein Baum nicht!
Er ist gefangen an einem einzigen Ort.
 Viele, unendlich viele Jahre lang.

Dem Menschen ist er vielleicht noch ähnlicher.
Keiner ist gleich, so wie auch kein Baum sich ähnlich ist.
Und doch sind Menschen grausam und verletzend.
Also nein den Menschen gleicht er nicht.

Er ist gefangen, er ist gleich und doch verschieden.
Aber wer könnte vergleichbar sein mit einem Baum?
Wohl nur eine Pflanze und doch ist er so unvergleichlich.

So unvergleichlich schön.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Schadensbegrenzung

Wir alle haben Probleme. 
Bei einem sind sie größer, bei einem anderen eher klein. 
Niemand hat genau die selben. So wie auch keiner von uns gleich ist. 
Jeder hat sich auf die Dauer eine andere Methode gesucht um mit ihnen fertig zu werden. 
Meine ist es, dass ich mich immer weiter von meiner Umgebung abgrenze. 
Zur Schadensbegrenzung. 
Wenn ich mich vollständig in mein Schneckenhaus zurückgezogen habe, 
setzte ich die vielen kleinen Teile, die von mir noch übrig sind wieder zusammen. 
Es werden immer weniger. 
Jeder verändert sich, im Laufe seines Lebens.
So auch ich. 
Und mit jeder Veränderung kommt ein neues Teil dazu. 
Irgendwann bin ich wieder vollständig, aber doch auch unvollständig. 
Denn ein Teil fehlt doch noch. Das Teil ist die Person die ich mal gewesen bin. 
Sie existiert nur noch in alten Geschichten. In der Vergangenheit. 
Einzelne Teile sind zwar noch da, wurden aber vom Wind verweht und in irgendeine Ecke gefegt. 
Aber ein Teil ist auch in dieser neuen Person noch vorhanden. 
Die Erinnerung und der Schmerz. 
Sobald etwas passiert, dass die alte Person verletzt hat, verletzt es auch die Neue. 
Es reist ein Stück mit sich und dann noch eins und noch eins und der ganze Prozess beginnt von Neuem. 

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Wer bin ich und wer will ich sein?

Wer bin ich und wer will ich sein? Sind das nicht die zwei Fragen, die wir uns immer und immer wieder stellen? Jahr für Jahr, Monat für Monat, Woche für Woche, Tag für Tag.
In den letzten Tagen wurde mir eine ähnliche sehr oft gestellt. "Was willst du nach der Schule machen? Welchen Beruf wirst du wählen?" Wer kennt diese Fragen nicht, schon im Kleinkindalter wird man gezwungen darüber nach zu denken, nur das diese Berufe am Ende meist nicht mehr zur Wahl stehen.
Andere Mädchen wollten früher immer Prinzessin, Sängerin oder Tierärztin werden. Ich dagegen am liebsten Indianerin, dass das kein Beruf ist, war mir egal. Aber wenn man jetzt gefragt wird, muss man etwas ernsthaftes, erwachsenes sagen.
Auf die Antwort "Ich habe keine Ahnung" erhält man nur ein kopfschütteln.
Aber mal ehrlich, wer weiß das bitte schon? Ich jedenfalls nicht! Es gibt einfach zu viele Berufe! Man wird gezwungen sich einen auszuwählen.

Meine Vorstellungen davon, wer ich werden, was ich machen will sind aber nicht in einem einzelnen Beruf zusammenzufassen.
Ich möchte anderen Menschen, denen es nicht so gut geht wie mir, helfen! Ich möchte die Welt verändern, verhindern das Tier- und Pflanzenarten aussterben. Ich möchte reisen und alle Orte dieses Planeten mit eigenen Augen sehen. Ich möchte alle Krankheiten heilen und jeden Krieg beenden können. Ich möchte in Afrika und in anderen Ländern, in denen es erforderlich ist, Brunnen bauen, damit die Menschen sauberes Trinkwasser haben, Schulen errichten und den Hunger in der Welt bekämpfen, damit kein Mensch mehr an Unterernährung sterben muss. Ich möchte alle Menschen treffen, mit denen ich in den letzten Jahren geschrieben habe, egal wo sie wohnen und mich bei ihnen dafür bedanken, dass sie immer wenn ich sie gebraucht habe, für mich da waren.
Das sind meine Vorstellungen von einem wunderbaren, erfülltem Leben. Wenn dann der Tod käme, würde ich ihnen mit ausgestreckten Armen empfangen, wie einen guten alten Freund.

So nun packt das alles in einen Beruf und ihr habt den perfekten für mich gefunden.

Donnerstag, 25. September 2014

Was soll das bedeuten?

Grade eben ist ein Flyer in den Mülleimer gefallen. Einfach so, obwohl er doch vorher auf meinem Nachttischen lag und eigentlich gar nicht runterfallen konnte. Auf blau-weißem Papier wird mit schwarzer Schrift angekündigt, dass am Wochenende die 23. Landes Literaturtage sind. Was soll das bedeuten? Wollte mein Schicksal oder einfach nur der Zufall mir einen Hinweiß geben? Und wenn ja welchen? Soll ich aufhören zu schreiben? Soll ich nicht zu diesen Literaturtagen fahren, die wahrscheinlich sowieso zu weit weg sind? Was soll das bedeuten? Soll mir eine Nachricht vermittelt werden und wenn ja, kann man sie mir nicht schriftlich übermitteln? Oder als Bild auf meinem Frühstückstoast, so wie angeblich Jesus auf einem solchen ist? Oder als geheime Nachricht in einem meiner Träume, die ich zwar sowieso nach dem aufwachen meistens vergesse?

So viele Fragen, auf die ich keine Antwort weiß. Vielleicht hatte es auch einfach keine Bedeutung und ich bilde mir irgendetwas ein. Ich werde es wohl nie erfahren.

Sonntag, 14. September 2014

Der Nebel

Mit leichenblassen Fingern zieht er sich fort.
Umhüllt jeden einzelnen Ort.

Verschluckt die Menschen, Tiere und Pflanzen
Siehst du die Geister, wie sie im Nebel tanzen?!

Sie kommen auf dich zu, ganz geschwind.
Sie sind so leise, wie der Wind.

Du rennst weg so schnell du kannst,
denn diese Gestalten machen dir Angst.

Du rennst, du fällst, du liegst im Gras.
Es ist so furchtbar kalt und nass.

Aufzustehen bringt nichts mehr,
sie sind schon da mit ihren Augen kalt und leer.

Ein schriller Schrei kommt aus deiner Kehle,
von ganz tief unten aus deiner Seele.

Du schreist so kräftig und voll Wut,
als hättest du ungeheuren Mut.

Ein überraschter Ausdruck auf dem Gesicht
und dann ein strahlend helles Licht.

Eben waren sie dir noch ganz nah
und jetzt auf einmal sind sie nicht mehr da.

Du hast es geschafft, du hast gesiegt!
Übrig bist du, wie du da liegst.

Das der Nebel anders wirkt, bemerkst du auch.
Er sieht nun aus wie leichter, grauer Rauch.

Du stehst auf und läufst ein Stück,
dann blickst du ein letztes Mal zurück.

Siehst du die Geister, wie sie da am Waldesrand stehn?!
Sie winken dir zu und lassen dich gehn.


von Mir



Dienstag, 9. September 2014

Eine weitere Linie

Laufen, ohne an ein Ziel zu kommen. 
Gucken, ohne irgendetwas zu sehen. 
Zuhören, ohne irgendetwas zu verstehen. 
Körperlich anwesend, ohne wirklich da zu sein. 
Gefangen tief im Inneren. Mit den Gedanken als Wächter. 
Unbewusst wandert eine Hand zu einer Stelle. 
Ein Gegenstand. 
Klein. Dünn. Leicht. Scharf. Kalt. 
Die Hand umfasst ihn, setzt ihn an und zieht eine glatte Linie. 
Nichts. Etwas Kaltes, Nasses tropft auf den Boden. 
Eine weitere Linie. 
Die Wächter werden unruhig. Sie kreisen um das Gefängnis. 
Eine weitere Linie. 
Die ersten Löcher. Etwas helles, wird wahrgenommen. 
Eine weitere Linie. 
Ein kleines Geräusch. Die Gedanken werden schneller. Bilder. Worte. Eng aneinander. 
Eine weitere Linie. 
Ein Stuhl. Fliesen. Fenster. Licht. 
Eine weitere Linie. 
Ein stechender Schmerz. Tränen. Alles ist weg. Das Gefängnis. Die Wächter. 
Der Schmerz. Die Tränen. Die Narben. Sie bleiben. 
Ich breche durch die Oberfläche. 
Meine Hand. Sie zittert. Der Gegenstand. Eine Rasierklinge.
Ich lasse sie fallen. 
Ein leises, kaum hörbares "Pling", als sie den Boden berührt.
Ich warte, bis kein Blut mehr aus den Wunden fließt.
Nehme ein Tuch. Wische die Flecken weg. Ziehe den Ärmel darüber.
Meine Hand ist auf der Türklinke. 
Ein kurzes Zögern. Ich wische die Tränen weg. 
Mit einem zarten Lächeln auf den Lippen gehe ich hinaus. 
Für eine weitere Vorstellung.
Ich. 
In der Rolle der perfekten Tochter.
Mein Geheimnis. In meinem Inneren verwahrt.
Niemand wird es je erfahren.

Sonntag, 7. September 2014

"Ich schreibe, weil..."

In meinem Deutschbuch, habe ich diese Sätze gefunden, sie stammen von verschiedenen Autoren und halten die Gründe fest, weshalb sie sich mit dem Schreiben beschäftigten bzw. immer noch beschäftigen. Wir haben diese Sätze im Deutschunterricht vorgelesen und besprochen was diese Schriftsteller damit gemeint haben.

"Ich schreibe, um etwas festzuhalten, das ich miterlebt habe, sonst wäre es verloren" - Max Frisch

"Ich schreibe, weil nur die nicht schreiben, die keine Krise haben." - Herbert Achternbusch

"Ich schreibe um Freude zu bereiten." - Thomas Mann

"Ich schreibe, weil ich eigentlich nur in meinen Texten existiere." - Joyce Carol Oates

"Ich schreibe, um mich an Dinge zu erinnern, die nie geschehen sind." - Harry Mulisch

"Ich schreibe, um meine Welt wenigstens für eine Weile unter Kontrolle zu halten." - T. C. Boyle

Ich habe lange darüber nachgedacht, weshalb ich eigentlich schreibe, was meine Beweggründe sind, warum ich meine Zeit dafür "opfere", wo ich doch auch andere Dinge machen könnte, warum ich nicht nur lese und das Schreiben den anderen überlasse.

Ich schreibe, um meine Gefühle in Worte zu fassen.

Ich schreibe, um meine Gedanken zu ordnen.

Ich schreibe, um meine Vergangenheit zu verarbeiten.

Ich schreibe, um dem unvermeidlichem für eine Weile zu entfliehen.

Ich schreibe, weil es für mich wie eine Therapie für meine Seele ist.

Ich schreibe, weil ich es brauche.

Ich schreibe, um mir eine eigene Welt zu bauen.

Ich schreibe, um mir ein perfektes Leben zu basteln und um es dann wieder zu zerstören, ohne das ich verletzt werde.

Das sind meine Gründe. Meine Gründe warum ich manche Tage und teilweise manche Nächte damit verbringe, einfach nur zu schreiben. Ich schreibe nicht um irgendjemanden etwas zu beweisen. Ich schreibe einfach nur, weil.........

Sonntag, 31. August 2014

Spinnen

Nachdem ich heute diese kleine Spinne in meiner Badewanne gefunden habe, habe ich beschlossen eine Foto-reihe zu beginnen. Als Thema dafür habe ich die Spinnen gewählt. Nicht irgendwelche spektakulären die es in Australien oder so gibt. Nein! Einfach die ganz "normalen" Spinnen, die man zu Hause findet, ob im Haus selbst oder im Garten ist mir dabei egal.
Hier sind die Fotos der ersten kleinen Spinne! 






Freitag, 29. August 2014

Déjà-vu

Vor ein paar Jahren, hab ich mit dem Schreiben angefangen. Eine Geschichte habe ich mittlerweile so gut wie fertig. Und das nachfolgende ist nun meine neueste Idee, zumindest ein kleiner Ausschnitt davon. Wer auch immer das hier liest kann gerne einen Kommentar da lassen, bin offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge. 

Ich sah einen großen Spiegel, schön verziert, wie man ihn in den alten Filmen oder in alten Herrenhäusern sieht. Links von mir befanden sich große Fenster, die Zimmerdecke war sehr hoch und bemalt. Rechts von mir befand sich ein Sofa, vermutlich aus der selben Zeit wie der Spiegel. Es kam mir alles seltsam vertraut vor, auch als ich mich im Spiegel betrachtete war ich nicht überrascht oder verwundert, es kam mir so vor als würde ich mich jeden Tag so sehen. Meine  braunen Haare waren hochgesteckt und mein Kleid… mein Kleid war bodenlang, hatte lange Ärmel, war hellblau und zeigte viel Dekolleté . Als ich es ein wenig anhob, kam ein weißes Unterkleid zum Vorschein. Meine Haut war blas und meine Hände so zart, als hätte ich noch nie etwas anderes mit ihnen gemacht außer Seiten eines Buches umgeblättert, Klavier gespielt oder etwas gestickt. Eben alles was die in den Filmen auch immer machen. Am liebsten würde ich meine Haare aufmachen, um zusehen wie lang sie sind, aber aus irgendeinem Grund wusste ich, dass sie mir bis zur Hüfte gehen würden. Im Spiegel sah ich wie sich die Tür öffnete und ein Mann herein kam. Er trug ebenfalls ein altmodische Klamotten. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen. Ich kannte ihn, aber ich wusste nicht woher. Nachdem ich ihn einige Sekunden gemustert hatte, drehte ich mich zu ihm um. Sein Lächeln wurde breiter. „Guten Morgen, Miss Georgiana. Ich habe hier eine kleine Überraschung für euch.“ Georgiana… Meinte er damit mich? Ich wollte schon etwas erwidern aber in seinem Blick lag etwas, was mir Angst einflößte. Sein Gesicht verzog sich zu einer Fratze voller Hass und Abneigung. „Ich hoffe euch wird sie genauso gefallen wie mir…“ Mit diesen Worten zog er eine altmodische Pistole hinter seinem Rücken hervor. Innerhalb von Sekunden zielte er und drückte ab. `Er hat auf mich geschossen`, diese Worte gingen mir durch den Kopf noch bevor ich den Schmerz fühlte. Ich sah an mir hinunter. Mein wunderschönes hellblaues Kleid färbte sich im Bruchteil einer Sekunde rot. Blut quoll unaufhörlich aus der Wunde unterhalb meiner Rippen. Wie mechanisch hielt ich meine Hand darüber. Das Blut schimmerte unnatürlich rot auf meiner blassen Haut. Der Schmerz wurde immer schlimmer. Ich zitterte am ganzen Körper. Nach einigen Sekunden gaben meine Beine schließlich nach. Ich fiel zu Boden und wimmerte wie ein kleines Kind. Er sah herablassend und voller Schadenfreude auf mich hinunter. „Wenn ich dich nicht bekomme, dann bekommt dich keiner!“  Ich flehte ihn an das er mich endlich erschießen sollte, aber er drehte sich um und ging. Jetzt war ich wieder allein und wartete darauf das ich verblutete und der Tod mich von den Schmerzen befreien würde. Plötzlich hörte ich Gelächter. Es schien von überall zu kommen. Und dann auf einmal ein Knall. Direkt vor mir. Ich erschrak, fuhr zusammen und öffnete meine Augen. Das Gelächter wurde lauter. „Guten Morgen Fräulein Winter! Ich hoffe ich habe sie nicht gestört.“ Meine Lehrerin Frau Lange stand vor mir und sah mich gehässig an. Sofort schoss mir eine dumme Antwort durch den Kopf. Aber immer noch benommen von dem Albtraum behielt ich sie für mich. „Nach dem Unterricht bleiben sie hier.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging nach vorne zur Tafel, wo sie mit dem Unterricht fortfuhr. 

Fortsetzung folgt....vielleicht...

Mittwoch, 6. August 2014

Die Welt in der wir leben...

Was ist das für eine Welt in der wir leben? Ich erkenne sie nicht mehr wieder! Vor ein paar Jahren war sie noch ganz in Ordnung, für mich zumindest...
Je mehr ich jetzt die Nachrichten verfolge oder ich mich zu verschiedenen Dingen informiere, egal was ich mache. Die Welt gefällt mir immer weniger.
Wir leben im 21. Jahrhundert, die Technik hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark weiterentwickelt, die Menschen verfügen über so viel wissen und doch wissen sie anscheinend nichts damit anzufangen.
In so vielen Ländern herrscht Krieg, eigentlich müsste man doch meinen, dass die Politiker aus der Geschichte, also unserer Vergangenheit gelernt und erkannt haben, dass Krieg nichts bringt und viele Opfer fordert. Aber nein, anstatt alles friedlich in Diskussionen zu klären, schicken sie ihre Soldaten in den Krieg, aus dem zu viele nicht zurückkommen.
Die Medizin ist auch ziemlich weit entwickelt, viele Krankheiten können behandelt werden. Dennoch gibt es noch welche bei denen die Forschung noch vor einem Rätsel steht, wie z.B. Krebs oder Aids. Aber wenn man dann in der Zeitung (z.B. Bild) oder auch im Internet auf Artikel stößt, die besagen, dass die Pharmakonzerne sich nicht weiter mit der Erforschung oder der Herstellung mancher Medikamente beschäftigen, nur weil sie damit nicht genug verdienen. Das nächste sind sie Genpatente! Mit diesen Biopatenten, wie Genpatente auch genannt werden, ist es den Firmen möglich die Preise für Medikamente und Tests selbst festzulegen, egal wie hoch. Die Firma Myriad Genetics (MYGN) aus Salt Lake City, z.B. verlangt für die Tests auf das BRCA1-Gen (auch als Brustkrebsgen 1 bekannt) 3.000 - 4.000 Dollar pro Person! Als ich das gelesen habe, war ich entsetzt! Viele haben gar nicht das nötige Geld für so einen Test. Dabei wäre es so wichtig, sich testen zu lassen, denn je früher man so eine Krankheit wie Krebs erkennt, desto besser sind auch die Heilungschancen.
Auch wenn das hier, gegen den Rest unbedeutend erscheint, will ich das einfach noch loswerden. Durch eine Freundin, die selber schreibt, fand ich die Internetseite iWright, die voraussichtlich 2015 zur Verfügung stehen soll. Mithilfe dieser Seite soll man seinen "eigenen" Roman innerhalb von 3 Tagen fertig haben. Jeder der selbst schon einmal an einer Geschichte gearbeitet hat, weiß, dass man für eine solche, wenn sie gut werden soll (wie es die Internetseite verspricht) definitiv länger als nur drei Tage braucht! Das Ganze soll so funktionieren, dass man seine Idee in 7 Sätze zusammenfasst und dann an diese Seite schickt. Daraufhin erhält man Vorschläge zu den Personen, den Konflikten, der Länge des Romans usw., von denen man sich dann das passende aussuchen kann. Danach "entnimmt" die Website Personen, Handlungen, Dialoge usw. aus verschiedenen Romanen die im Internet zur Verfügung stehen. Weiter kann man auf der Seite lesen, dass man damit zu einem erfolgreichem Autor werden kann. Meine Meinung dazu: Wer nicht ein einziges Wort davon geschrieben hat, hat es nicht im geringsten verdient auch nur als Autor bezeichnet zu werden! Andere sind kreativ und verbringen Stunden, Tage, Wochen, Monate vielleicht sogar Jahre damit zu schreiben und sind vielleicht nicht so erfolgreich, aber sie haben sich den Titel "Autor" wirklich verdient.

Um alles zusammenzufassen, die Welt in der wir leben, ist keine perfekte Welt, sie hat Schwächen, vielleicht zu viele. Ich hoffe das es nicht noch mehr werden, weil dann ist ein Leben in dieser Welt vielleicht irgendwann für mich unvorstellbar.

Das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben, da es mich schon seit Tagen beschäftigt.

Freitag, 1. August 2014

Zehn Gründe die Todsicher fürs Leben sprechen...

Vor ein paar Monaten hab ich das Buch "Zehn Gründe die Todsicher fürs Leben sprechen", von Albert Borris, gelesen. Bevor ich irgendetwas darüber sage, erstmal was zum Inhalt.
Das stand auf der Rückseite:

"Bei meinem dritten Versuch, mich umzubringen, nahm ich einen Strick."
Weil Owen aber auch dieser Versuch misslingt, sucht er im Netz nach Gleichgesinnten und trifft auf Frank, Audrey und Jin-Ae. Sie beschließen zusammen Richtung Death Valley zu fahren, um sich dort gemeinsam umzubringen. Auf dem Weg dorthin wollen sie die Grabstätten berühmter Selbstmörder besuchen, wie die von Hunter S. Thompson, Anne Sexton oder Kurt Cobain. Und schreiben Listen mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen: für Sports Illustrated schreiben, Sex haben oder Gitarre spielen lernen. Das ist gar nicht so wenig, und so langsam wächst die Erkenntnis, dass es sich trotz allem lohnen könnte weiterzuleben. Kann diese Fahrt doch noch anders enden als im Death Valley?

Falls jemand vor hat, dass Buch selber noch zu lesen und vorher nicht das Ende wissen will, sollte er/sie nicht weiterlesen, da ich auch das Ende verraten werde.

Das Buch handelt wie ihr mittlerweile bemerkt habt, von einem ernsten Thema. Selbstmord. Vor allem aber den Selbstmord von Jugendlichen, die keinen anderen Ausweg mehr sehen.
Am Anfang sieht es wirklich danach aus, als ob sie es durchziehen, gegen Ende kommen dann Zweifel auf, aber erst ganz am Ende, entscheidet es sich, ob sie leben oder sterben wollen.

Selbstmord...es ist ein Wort...besteht aus 10 Buchstaben...und doch bedeutet es so viel. Für viele ist der Suizid unvorstellbar, viele haben oder werden sich nie mit diesem Thema auseinandersetzen, aber einige haben sich damit beschäftigt.
Ein paar werden jetzt vielleicht denken, 'wie viele können das schon sein, die das wirklich tun, sich umbringen?!'
Um genau zu sein, mehr als man denkt! Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass sich weltweit pro Jahr ca. 1 MILLIONEN Menschen das Leben nehmen.
Die Gründe sind unterschiedlich. Häufig hört man davon das Mobbing eine der Ursachen für Selbstmordgedanken ist.
Aber wieso muss es soweit kommen? Wieso muss man andere mobben? Was bringt das? Es bringt gar nichts! Es macht einen nicht cooler oder beliebter bloß weil man jemand anderes verletzt. Jeder Mensch hat es verdient so zu sein wie er ist! Jeder Mensch hat ein Recht darauf anders zu sein. Dann sieht er/sie eben anders aus oder mag andere Musik oder ist einfach anders. Aber das macht noch längst keinen schlechten Menschen aus ihm/ihr.

Um auf mein eigentliches Thema, das Buch, zurückzukommen. Dieses Buch ist wirklich gut, finde ich zumindest. Es zeigt, dass man die Entscheidung über Leben und Tod nicht so schnell treffen sollte. Diese vier Jugendlichen, die sich vorher nicht kannten, sind auf dieser Reise Freunde geworden. Ob durch die Reise oder durch die verschiedenen Listen, was auch immer es war, sie haben jedenfalls herausgefunden, dass das Leben nicht nur schlechte Seiten hat. Sie hatten Spaß auf ihrer "Selbstmörder-Tour", nicht die ganze Zeit, aber ab und zu.

Als letztes noch kurz etwas zu den Listen. Es gab total verschiedene z.B. die 10 bizzarsten Selbstmordarten, die 10 bizzarsten Todesorte von Promis und (meine Lieblingsliste) die 10 besten Selbstmordsongs.

"Die zehn besten Selbstmordsongs

10. Bed of Razors von Children of Bodom (über zwei die sich umbringen)
9. How to save a life von The Fray
8. A day without you von U2
7. Rock n'Roll Suicide von David Bowie
6. Jeremy von Pearl Jam (über einen Jungen, der sich vor seiner Englischklasse erschossen hat)
5. Everybody Hurts von R. E. M. (Ein Tu's nicht Lied)
4. Candle in the Wind von Elton John (über Marilyn Monroes Selbstmord - sie war nackt)
3. Suicide is Painless von Manic Street Preachers Titelmusik der Serie M*A*S*H. Kitschig)
2. Ode to Billy Joe von Bobbie Gentry (richtig alter Countrysong)
1. Waltzing Matilda von The Seekers (ein seltsames australisches Lied über einen Typen, der sich ertränkt, damit man ihn nicht wegen eines Schafdiebstahls verhaften kann)"

Quellen: Zehn Gründe die Todsicher fürs Leben sprechen 
             http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article106648737/Zahl-der-Selbstmorde-wird-deutlich-unterschaetzt.html
  

Dienstag, 29. Juli 2014

Das Karussell der Träume...

Voller Vorfreude warte ich darauf das die Türen sich öffnen. Schließlich ist es soweit. Vor mir drängen sich kleine Kinder mit ihren Eltern hindurch. Nach einer Weile folge ich ihnen mit langsamen Schritten. Unter meinen braunen Schuhen fühle ich das harte Gitter. Es ist grau und darunter glitzert glasklares, hellblaues Wasser welches den hellen Schein der Sonne reflektiert. Ich schaue mich suchend um. Schließlich gehe ich zu dem freien Platz den ich soeben entdeckt habe. Ich hebe die kühle Metallstange ein Stück an um mich hinzusetzen. Auch die anderen Leute haben sich nun zu den restlichen freien Plätzen begeben. Ich höre die erwartungsvollen Stimmen von ein paar Kindern die in meiner Nähe sitzen. Plötzlich vernehme ich ein leises Knacken. Nach diesem Geräusch beginnen die Sitze langsam empor zusteigen. Schließlich berühren meinen Füßen nicht mehr den Boden. Nun fängt das Karussell an sich im Kreis zu drehen. Erst langsamer und dann immer schneller und schneller. Die Umgebung zieht an mir vorbei. Ich fühle mich auf einmal so leicht wie eine Feder die vom Wind fortgetragen wird und so frei wie ein Vogel der über grüne Wiesen und weite Felder hinweg fliegt. Wenn ich meine Augen schließe befinde ich mich nicht mehr auf dem Karussell sondern ganz weit weg. Ich sehe einen blauen Himmel mit ein paar einzelnen weißen Wolken. Sie bilden Formen. Eine sieht aus wie ein weißer Wal der aus dem Wasser springt. Ich schwebe weiter über große, grüne Wälder und graue Berge hinweg. In der Ferne sehe ich das blaue Meer. Meine Gedanken wirbeln immer weiter durcheinander wie Blätter an einem stürmischen Herbsttag und vermischen sich mit Erinnerungen an ähnliche Erlebnisse und an ähnliche Gefühle. Der Fahrtwind zerzaust mein dunkelbraunes Haar. Um mich herum ist es fast völlig still. Das einzige Geräusch das ich am Rande wahrnehme ist das rauschen des Windes. Plötzlich werde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ein kleiner Wassertropfen landete direkt auf meiner Nasenspitze. Ich schaue nach oben direkt in den Himmel. Anders als in meinem Traum ist dieser nicht blau mit kleinen weißen Wolken sondern grau mit vielen dunklen. Ein weiter Tropfen sinkt herab. Diesmal aber auf mein dunkelblaues T-Shirt. Ich atme tief ein. Es riecht nach Regen, welcher nun auch zu kommen scheint. Während sich das Karussell weiter Runde um Runde dreht beginnt es heftiger zu regnen. Um mich herum sehe ich Leute die ihre Jacken als Schutz vor dem Regen verwenden. Sie rennen umher um eine trockene Stelle zu finden wo sie vor dem Regen geschützt sind. Ein kleines Kind aber bleibt im Regen stehen. Es blickt nach oben in den Himmel und versucht die Tropfen mit den Händen aufzufangen. Plötzlich fängt es an umher zu laufen und in die kleinen entstandenen Pfützen zu springen. Aber schließlich wird es von seinen Eltern gerufen und läuft schnell davon. Dann sehe ich eine kleinen Tropfen der an mir vorbei fällt und schließlich in dem nun nicht mehr glitzerndem Wasser zu landen. Wenn man genau aufpasste konnte man das leise Platschen hören welches der Tropfen beim Aufprall von sich gab. Das nächste was ich wahrnahm war, dass das Karussell langsamer  wurde bis es schließlich ganz stehen blieb. Die Eltern rannten mit ihren Kinder los um sich auch unterzustellen. Schließlich hebe ich die noch immer kalte und nun auch nasse Metallstange ein Stück an um aufzustehen. Dann gehe ich auf das Tor über dem Ausgang steht zu. Ich schaue mich noch ein letztes Mal um und muss sogleich an den schönen Traum von vorhin denken, der nun der Vergangenheit angehörte. Schließlich gehe ich ebenfalls davon um dem Regen zu entkommen.  

Trauer...

Ich schaue durch ein Fenster. Aber ich sehe keine Farben. Dort breitet sich ein grauer dichter Schleier aus. Er hüllt alles ein, jeden cm. Es wird immer dunkler. In der Ferne sehe ich ein schwarzes Loch. Ich spüre wie es mich zu sich zieht. Bis ich ihm ganz nah gekommen bin. Ich versuche mich irgendwo festzuhalten, aber ich rutsche ab. Dann falle ich einfach nur, um mich herum breitet sich eine schwarze Leere aus. Unter mir ist nichts und so falle ich immer tiefer und tiefer…  Als ich die Augen öffne bemerke ich das mir die Tränen über die Wangen laufen. Draußen sehe ich wieder Farben, aber das schwarze Loch in meinem Inneren ist noch da…