Donnerstag, 16. April 2015

Vollkommene Freiheit (aus der Sicht eines Fuchses)

Ich sehe mich um
alles ist so leise und stumm.
Kaum ein Tier ist noch da,
der Wald ist dem Tode so nah.

Auf die Felder und Straßen kann ich nicht mehr gehen.
Sonst könnten mich die Menschen sehen.
Nur weil sie die Freiheit bekamen
müssen wir jetzt zurück zu unseren Ahnen?

Nur der Tod kann uns die Freiheit schenken
und egal wie sehr wir uns verrenken.
Es wird nie anders sein.
Gefangenschaft ich bin dein.

Bitte Regeln, Gesetzte und Strafen.
Verbietet wieder all die Waffen,
durch die so viele täglich sterben
auf das es immer mehr Leichen werden.

Egal ob Menschen oder Tiere
egal ob Füchse oder Stiere,
vollkommen egal wer sein Leben ließ
weil jemand gegen das Gesetz verstieß.

Die Freiheit hat sie alle begnadigen lassen
weiter wuchs die Zahl der Leichen die sie hinterlassen.
Alle die, die einmal Gott spielen wollten
alle die, die es nicht tuen sollten.

Alle sind nun vollkommen frei,
die Demokratie ist längst vorbei.
Nun bin ich hier ganz allein
und will schon lange nicht mehr sein.

Dieses Leben bringt nichts mehr 
denn unsere Welt ist schon bald ganz leer
und niemand wird jemals dafür büßen
Ich höre sie schon wieder in der Ferne schießen.

Sie verraten es schon, die lauten Schreie
nun komme ich endlich an die Reihe.
Sie kommen näher um auch mich nun zu erlösen
von diesem Leben mit dem ganzen Bösen.

Sie kommt näher, die Gefahr
schon ist sie hier, schon ist sie da.
Ein Schuss ein Schmerz
und eine Kugel in meinem Herz.

Ich lass mich ein letztes Mal zu Boden sinken
dort am Tor seh' ich die Freiheit fröhlich winken.
Es ist anders als man es sich erträumt.
Aber es ist schön neben der Freiheit und dem Tod als Freund.



Gedanken

Planen organisieren.
Planen organisieren.
Tag für Tag.
Woche für Woche.
Jahr für Jahr.

Nur um nicht daran zu denken.
Nur um die Gedanken zu ertränken.
Zu vergessen das es diese Zeit einmal gab.
Zu akzeptieren das ein Teil damals starb.
Ein Teil von meinem alten Ich
und doch verstehe ich es nicht.
Ich kann nicht schlafen, kann nicht fliehen.
Sie ist da und lässt mich nicht ziehen.
Die Angst ist immer da.
Sie kommt mir viel zu nah.
Ich spüre sie!
Tag für Tag.
Woche für Woche.
Jahr für Jahr.

In meinen Träumen,
stehe ich vor abgeschlossenen Räumen.
Die Wände kommen mir zu nah.
Aber ich kann nicht weg, sie sind immer da.
Hinter den Türen eingesperrt
liegen die Scherben meiner Vergangenheit zusammengekehrt.
Langsam beginnen die Wunden zu heilen
und ich muss mich schnell beeilen.
Beeilen die letzten Türen zu verschließen,
denn sonst werden neue Ängste sprießen.
Sie würden alles wiederholen
und die Freude die sie mir gestohlen,
würde auch in Zukunft nicht mehr leben
und nicht nach viel mehr Größe streben.
Aber sie soll wachsen und hell strahlen
und mein Leben mit bunten Farben malen.
Alles soll nun besser werden,
die ganzen Ängste sollen sterben.
Das Schicksal nehmen und neues wagen,
anstatt es einfach nur noch zu ertragen.
Ich werde endlich glücklich sein
Tag für Tag.
Woche für Woche.
Jahr für Jahr.