Samstag, 19. März 2016

#LBlesertreff


Es war mal wieder so weit. Die Buchmesse in Leipzig stand wieder vor der Tür und Lovelybooks war auch wieder dabei. Ich hatte das Glück, zum zweiten mal bei dem wunderbaren Blogger- und Lesertreffen dabei zu sein. 


Zuerst stellte Kate Morton ihr Buch "Das Seehaus" vor. Das Buch spielt im Jahre 1933 in Cornwall. In dem Interview heute sagte sie, dass sie diesen Ort gewählt hat, da dieser sehr ruhig und abgeschieden liegt. Eben die perfekte Kulisse für eine spannende Handlung. Weiterhin sagte sie, dass sie sich gerne von anderen Büchern inspirieren lässt und sie, wie auch viele aus dem Publikum, noch gerne Briefe schreibt mit Briefmarke und Poststempel. Auch auf Instagram ist sie zu finden und hält Kontakt zu ihren Fans.



Kate Morton (links)

Die nächste Autorin war Kirsty Logan. Sie las ein wenig aus ihrem Debütroman "Gracekeepers" vor. Dieser enthält einige mystische Stellen und auch einen Schreibstil wie ihren findet man nicht oft. Durch Bücher in ihrer Kindheit, wie zum Beispiel die von Enid Bylton, kam sie auf den Gedanken Autorin zu werden. Sie interessiert sich sehr für die Mythologie,was man auch in ihrem Roman spüren kann. Im vergangenen Jahr hat sie auf ihren Reisen ca. 200 Bücher gelesen, hat aber um Platz zu sparen einen Kindle anstatt mehrerer Bücher mitgenommen. Auch dieses Jahr hat sie bereits ca. 50 Bücher geschafft. 




Kirsty Logan (rechts)

Danach gab es noch ein kleines Lovelybooks Quiz rund um die Internetseite und deren Mitglieder. Zum Schluss hatten wir noch die Möglichkeit uns auf einer "Gästerolle" zu verewigen und leckere kleine Gugelhupfe zu essen.

Alles in allem war ich total begeistert von dem Lesertreffen und von beiden Autorinnen, ich hoffe von Kirsty Logan bald noch mehr lesen zu können und das ich nächstes Jahr möglicherweise erneut das Glück habe dabei sein zu dürfen.

P.S.: Großes Lob und Dankeschön an das Lovelybooks Team! Es war einfach großartig!


Dienstag, 26. Januar 2016

Mein Gedicht

“If I should die, I have left no immortal work behind me — nothing to make my friends proud of my memory — but I have loved the principle of beauty in all things, and if I had had time I would have made myself remembered.” 
John Keats

Ich bin nicht so einfältig mich mit John Keats vergleichen zu wollen. Er war ein Künstler, er war ein Genie. Seine Gedichte und Briefe sind die schönsten, die ich je gelesen habe und vermutlich auch jemals lesen werde. Er starb in dem Glauben, dass er ein unbedeutender Dichter war. Nie wäre es ihm in den Sinn gekommen, dass er mit seiner Lyrik seine Zeit geprägt hätte. Und doch war es so.

Ich finde diesen Gedanken, etwas von sich möglicherweise unsterblich machen zu können, irgendwie beruhigend. Versuchen wir nicht alle unvergessen zu bleiben.

Nun vielleicht schaffe ich es eines Tages. Aber zuerst einmal, wurde vor einer Weile, besser gesagt im November, ein Gedicht von mir in einer Anthologie veröffentlicht. Es ist merkwürdig seinen Namen in einem Buch zu lesen.

Das Buch heißt "Ausgewählte Werke XVIII". Hier kommt ihr direkt auf die Seite.
Mein Gedicht:




Das Versprechen...

Das Versprechen wie sehr wir uns lieben steht noch immer an dieser Wand. Nie hat es jemand schöner geschrieben. Immer wenn ich es sehe träume ich mich weit weg an unseren geheimen Ort. Es war der Platz an dem wir uns das erste Mal trafen. Ich stand nur da und sah den ankommenden Schiffen zu. Ihr Bug teilte die Wasseroberfläche. An der Reling sah man die Passagiere, die ihren Familien winkten oder nur die Mannschaft wie sie noch immer fleißig arbeitete. Auch du warst da am alten Hafen. Dort sind schon viele Dramen geschehen. Viele verabschiedeten ihren Liebsten ein letztes Mal bevor sie zur See fuhren und manchmal niemals wieder kehrten. Sie ertranken auf See oder galten als verschollen. Die Schiffe die diese Dramen sahen konnten sie nicht verstehen. Wie auch sie liegen hier verrostet am Kai und bestehen nur aus bloßem Metall. Sie haben weder Herz noch Hirn. Aber schönes haben sie auch gesehen. Bei einem Moment war ich selbst dabei. Ich stand da und du kamst dort. Wir lächelten uns zu und dann warst du hier. Mit einem Lachen fing es vor Jahren an. Wir gingen mal aus und wurden schließlich ein Paar. An einem unserer Jahrestage schrieb ich ein Versprechen an diese Wand. Dort stehen noch immer unsere Namen und darunter forever. Einmal im Jahr gingen wir wieder her und dann hinunter zu unserem Platz. Zu dem alten Hafen. Dort wo die Schiffe dunkle Schatten auf das klare Wasser malen und der Wind die Wellen gegen die Mauer des Hafenbeckens weht. Dort wo alles vor langem begann. Doch wenn ich jetzt daran vorbeigehe schmerzt es sehr denn wir sind getrennt und du bist nicht an Land bei mir und ich bin nicht dort auf See bei dir. Niemand weiß wo du jetzt bist. Ich hoffe das wir bald wieder zusammen sind. Dann werden wir spazieren gehen und die Möwen über dem alten Hafen beobachten. Wie sie da fliegen und völlig schwerelos über den Himmel gleiten. So lange werde ich auf dich warten. In unserem Haus am Rande der Stadt. Ich werde am Fenster sitzen und nach draußen sehen. Und warten. Warten darauf das du den steinigen Weg entlang gehst. Warten darauf deinen Schatten auf dem Boden zu sehen. Warten darauf deine Stimme zu hören und warten darauf dich wieder in den Arm zu nehmen. Vielleicht denkst du auch gerade mal wieder an mich und schaust dabei zum Himmel hinauf wo die Sterne freundlich zu dir hinab strahlen und versuchen dir den Weg zu mir zu weisen. Doch du musst bleiben du hast deine Befehle und musst auf sie hören egal was passiert und ich werde warten. Bis das letzte bisschen Luft aus meinen Lungenflügeln weicht. Dann endlich werde ich dich wiedersehen. Und die Worte in dem Brief den ich vor kurzem erhielt werden vollkommen an Bedeutung verlieren. Denn dann bist du hier und nicht mehr verschollen auf See...